Einig über Antrag für Volksschule

Ruderting, den 10.04.2018

Einig über Antrag für Volksschule PNP-Bericht vom 10.04.2018

Empfehlungsbeschluss an Rudertinger Gemeinderat – Brandschutz und Lifteinbau als Schwerpunkte

 

Bernhard Brunner. Hausaufgaben gemacht hat der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss des Gemeinderates Ruderting in der Volksschule. Die Mitglieder waren sich einig, dem Ratsplenum nahezulegen, den Förderantrag für das neue „Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur“, kurz KIP-S genannt, zu stellen. „Wir brauchen eine Priorisierung“, mahnte Bürgermeister Rudolf Müller zur Eile, weil die Antragsfrist bei der Regierung von Niederbayern am 27. April ausläuft.
Müller äußerte den Wunsch, aktuell so weit zu kommen, dass der Hauptausschuss bald die entsprechenden weiteren Beschlüsse fassen kann, um die Angelegenheit rechtzeitig im Gemeinderat auf den Weg zu bringen. Nicht unerwähnt ließ der Bürgermeister, dass die Grundschule Ruderting zugleich für das Leuchtturm-Projekt EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) mit EU-Mitteln in Höhe von insgesamt rund 495 Millionen Euro für Investitionen in Bayern zur Verringerung der CO2-Emissionen angemeldet ist.
Zu bedenken gab Müller, dass dieser Fördertopf größer ist als das KIP-S mit knapp 37,5 Millionen Euro für Niederbayern, um das 132 potenzielle Antragsteller buhlen. In den Genuss der 90-prozentigen Bezuschussung aus dem KIP zu kommen, hielt das Müller daher für „relativ ungewiss“. Trotzdem plädierte er dafür, nicht länger zu warten und sich auch für das KIP-S zu bewerben.
Ausklammern aus dem neuerlichen Förderantrag wollte der Bürgermeister allerdings den Bereich Digitalisierung, um sich nicht selbst die Chancen dafür in einem anderen Programm zu blockieren. „Dann kriegen wir’s halt auf einer anderen Förderschiene“, erklärte Müller.

Architekt Willi Neumeier aus Tittling, der Pläne mitgebracht hatte, ging ins Detail. Für die Grundschule erachtete er den Brandschutz als „sicher großes Thema“, das an erster Stelle stehen müsse: „Da geht’s ums Leben.“ Erste Entwürfe dazu gehen mit Kostenschätzungen von 175 000 Euro einher, wie es in der Runde hieß.
Ein weiterer Punkt betrifft die Barrierefreiheit des Gebäudes – unter anderem durch Einbau eines Personenaufzugs. Da es sich jedoch um keine Sanierung handle, wären Maßnahmen in diese Richtung nicht zwingend, betonte Müller, der sich nach Einsparmöglichkeiten erkundigte, mit dem Lift nicht alle Stockwerke anzubinden. „Das wäre nur eine halbe Sache“, erwiderte der Planer. Er brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Regierung eine solche Lösung fördertechnisch „sicher nicht mittragen“ würde.
Allmählich nahm die Prioritätenliste Formen an, für die der Bürgermeister als Punkt eins den Brandschutz fixierte – basierend auf einem kompletten Brandschutzkonzept, wie Architekt Neumeier anmerkte. In Einzelfällen müssten eventuell auch Türen größer dimensioniert würden. „Wir brauchen eine lichte Breite von 90 Zentimetern“, bekundete der Fachmann. Als Punkt zwei formulierte Müller Barrierefreiheit durch einen Lift. An dritter Stelle stünde eine Gebäude-Beschattung. „Schauen, was die Förderung hergibt“ – so skizzierte der Bürgermeister die Vorgehensweise, verbunden mit dem Hinweis, dass die Bereiche Heizung und Energetik im EFRE-Programm enthalten sind. Die Ausschussmitglieder fassten einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss.