Gemeinde bezuschusst die Ferienbetreuung

Ruderting, den 17.04.2019

Gemeinde bezuschusst die Ferienbetreuung PNP-Bericht vom 16.04.2019

Angebot von Ebiz angenommen – Zwei Wochen Kinderbetreuung vom 19. bis zum 30. August

 

Theresia Wildfeuer Neukirchen vorm Wald. Die Gemeinde ermöglicht von 19. bis 30. August eine Ferienbetreuung für Kinder bis voraussichtlich zehn Jahren zusammen mit der Gemeinde Fürstenstein, die die Ebiz GmbH Passau leistet. Die Kommune unterstützt das Betreuungsangebot mit 15 Euro je Kind und Tag. Das hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung beschlossen. Ein Elternabend ist geplant.

Die Gemeinde wolle gemäß dem Beschluss vom 15. November eine Ferienbetreuung anbieten und dabei mit der Gemeinde Fürstenstein zusammenarbeiten, berichtete Bürgermeister Georg Steinhofer. Dazu habe am 28. März ein gemeinsames Gespräch bei Ebiz in Passau stattgefunden.

Ebiz sei bereit, die Ferienbetreuung zu übernehmen, sagte Geschäftsleiter Walter Wagner, der das Ergebnis des Gesprächs vorstellte. Diese realisiere bereits in Ruhstorf eine Ferienbetreuung. Es sei vereinbart worden, für Neukirchen vorm Wald und Fürstenstein von 19. bis 30. August eine Ferienbetreuung für Kinder voraussichtlich bis zu zehn Jahren anzubieten, da in der letzten Ferienwoche vom 2. bis 8. September ein Mitmachzirkus stattfinde. Die betreuten Kinder erhielten ein Mittagessen, das angeliefert und von Ebiz organisiert werde. Die Anmeldung könne nur wochenweise erfolgen, nicht für einzelne Tage. Die Betreuung dauere von 8 bis 14 Uhr. Die Kinder könnten zwischen 7.30 und 8 Uhr gebracht und nicht vor 14 Uhr geholt werden. Die Gemeinde stelle Räume zur Verfügung, Schule und Turnhalle.

 

Details müssen noch geklärt werden

 

Die Details seien noch die klären, zum Beispiel, ob die Betreuung eine Woche in Neukirchen vorm Wald und eine Woche in Fürstenstein stattfindet, erläuterte Wagner. Die Gemeinde hebe die Beiträge der Eltern für Betreuung und Mittagessen ein. Ebiz lege ein pädagogisches Konzept vor. Für jeweils zehn Kinder gebe es eine Betreuungsperson. Eine Betreuungswoche koste inklusive Bastelmaterial 5017 Euro. Für zwei Wochen seien insgesamt 10 494 Euro anzusetzen. Bei 40 teilnehmenden Kindern sei mit 26,23 Euro je Kind und Tag ohne Essen zu rechnen. Ebiz stelle das pädagogische Personal.

Initiatorin Mia Sageder (SPD) wollte wissen, ob damit andere Varianten vom Tisch sind. Die Gemeinde könne die Ferienbetreuung selbst nicht leisten und habe kein Personal, antwortete Bürgermeister Steinhofer. Ursprünglich sei geplant gewesen, Kinder bis zu zwölf Jahren zu betreuen, hakte Mia Sageder nach. Auch diese bräuchten noch Betreuung. Sie fand zudem die Kosten „extrem hoch“ und schlug vor, von Seiten der Gemeinde einen Zuschuss für die Ferienbetreuung zu leisten. In der Stadt Passau koste diese acht Euro je Tag, in Ruderting neun Euro ohne Essen.

Auch zweiter Bürgermeister Johann Steinhofer (ÜW) plädierte für eine finanzielle Unterstützung der Eltern. Er fragte, ob diese ihre Kinder nach Fürstenstein fahren müssen, falls dort während einer Woche die Betreuung stattfindet. Die Eltern müssten ihre Kinder in diesem Fall nach Fürstenstein bringen und umgekehrt die Fürstensteiner Eltern ihre Kleinen nach Neukirchen in der Woche, in der dort die Betreuung geplant ist, sagte Bürgermeister Steinhofer.

Irmgard Biereder (SPD) erkundigte sich, ob sich die Ergebnisse des Ebiz-Gesprächs mit den Punkten der Elternbefragung decken. Diese sei grundsätzlicher Art gewesen, sagte Wagner. Für 20 Kinder sei Bedarf angemeldet worden. Biereder war ebenfalls dafür, die Betreuung zu bezuschussen, und riet, die Bringzeit ab 7.15 Uhr anzusetzen, damit Mütter, die in Passau arbeiten, mehr Spielraum haben. Dies werde auf einem Informationsabend der Ebiz geklärt, bei dem sich Eltern, die eine Ferienbetreuung für ihr Kind wünschen, verbindlich anmelden sollten, sagte Wagner. Was das Mittagessen anbelangt, sei die Gemeinde außen vor, antwortete Bürgermeister Steinhofer auf eine Frage von Christina Mühlbauer (ÜW). Jede Gemeinde habe rund 5000 Euro zu zahlen, sagte er zu Robert Sageder. Falls sich die Gemeinde Fürstenstein nicht beteiligt, würden für 20 Kinder zwei pädagogische Kräfte gebraucht.

 

Es gibt 15 Euro pro Tag und Kind

 

Er habe sich die Ferienbetreuung leichter und unbürokratischer vorgestellt, wandte Norbert Färber (CSU) ein. Ihm sei das Angebot der Ebiz zu teuer, die „Firmencharakter“ habe. Die Eltern könnten es sich nicht leisten. Es gehe um eine einfache Ferienbetreuung. Die Ebiz GmbH sei eine Bildungseinrichtung und habe pädagogisches Personal, wandte Bürgermeister Steinhofer ein.

Jürgen Ziegler (CSU) empfahl, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen und den Elternabend abzuwarten. Mia Sageder warf der Gemeinde vor, die Betreuung „halbherzig“ umzusetzen. Sie könne auch das Personal der Mittagsbetreuung leisten. Dieses habe nur ein bestimmtes Stundenkontingent, sagte der Gemeindechef. Die Verträge ließen sich nicht für 14 Tage ändern, bestätigte Johann Steinhofer.

Georg Haider (CSU) warb ebenfalls dafür, den Eltern mit einem Zuschuss von 15 Euro für die Ferienbetreuung unter die Arme zu greifen. „Der Bedarf ist da. Die Eltern brauchen die Betreuung“, sagte Harald Schlapps (SPD). Ein Zuschuss der Gemeinde sei erforderlich.

Nach weiteren Wortmeldungen schlug Mia Sageder vor, den Eltern das Ebiz-Angebot zu präsentieren und von Seiten der Gemeinde eine Unterstützung von 15 Euro je Kind und Betreuungstag zu gewähren. „Würde die Gemeinde die Ferienbetreuung selbst leisten, entstünden ihr auch Kosten“, argumentierte sie.

Bürgermeister Steinhofer stellte ihren Antrag zur Abstimmung. Das Gremium beschloss, 15 Euro Zuschuss je Kind und Betreuungstag von Seiten der Gemeinde zu leisten.