Kini on Tour

Ruderting, den 17.07.2017

Kini on Tour PNP-Bericht vom 17.07.2017

 

Freyung. Hermann Haydn. Der Kini selbst hätte nicht komfortabler reisen können. Genug PS von einem Kramer Bulldog Oldtimer vorne dran und hinten ein ganzes Traumschloss angehängt. So tuckerte Franz Schmid aus Neukirchen am Inn jetzt durch Freyung.

Ziel seiner Reise: Stachy in Tschechien. Denn das ist die Partnergemeinde von Ruderting, die gerade 600-Jahr-Feier beging. Und seine Rudertinger Bulldogspezln waren dorthin auch schon unterwegs. Warum nicht also den Bayerischen König auch gleich noch mitnehmen?
Ausgestattet waren sie ja alle bestens mit rollendem Hotel und jedem Komfort. Bei Franz Schmid eröffnet sich hinter einer umfunktionierten Häuserltür und hinter Neuschwansteinplane ein ganzer Spiegelsaal. Zumindest Decke und Beleuchtung lassen majestätisch ruhen. Und für die Nacht hat er extra eine weiche Krone eingepackt, damit sie ihn nicht drückt.
Warum macht jemand so etwas? "Man muss schon ein wenig verrückt sein", meint er. Oder ganz vernünftig. Denn sonst ist er die ganze Woche auf der Autobahn unterwegs von einem eiligen Termin zum nächsten. Schnauferl fahren, das entschleunige dagegen enorm. Da werde der Mensch wieder Mensch und fühle sich sozusagen richtig königlich wie in einer trägen Zeitblase, während sich alle anderen weiter um ihn herum ärgern und abhetzen.
In Freyung gab es einen Kaffee am Platz und dann die nächste Etappe einer 100-Kilometer-Tour. Mit 20 Sachen braucht es etwas länger, darf es etwas länger dauern.