Ruderting kauft zweites E-Auto

Ruderting, den 06.12.2018

Ruderting kauft zweites E-Auto PNP-Bericht vom 06.12.2018

Gemeinderat signalisiert trotz Zweifel Zustimmung

 

Die Gemeinde schafft sich ein weiteres E-Auto an. Nachdem heuer bereits ein gebrauchtes Fahrzeug für die Wasser- und Abwassergesellschaft gekauft wurde, stellte Bürgermeister Rudolf Müller dem Gemeinderat nun das nächste Schnäppchen vor: einen vier Jahre alten Renault Zoe für rund 10 000 Euro.

20 000 Euro sind im Haushalt bereits für den Kauf eines E-Autos vorgesehen. Den Zoe gibt E-Wald ab, die Batterie gibt’s zur Miete für 80 Euro im Monat. Das Fahrzeug hat TÜV und ist von der Steuer befreit. Müller warb für den Kauf: Das Fahrzeug könnte als Carsharing-Auto am Rathaus positioniert werden und allen Bürgern zur Verfügung stehen. Das Angebot gab es bereits in Zusammenarbeit mit E-Wald. Der Haken: Die nötige Technik für das Carsharing mit Onlinebuchung würde 1 400 Euro im Jahr kosten. „Das schockt mich“, sagte Markus Krenn (CSU). Er fragte, wie oft man das Auto verleihen müsste, um diese Kosten zu decken. Das könnt schwierig werden, denn beim letzten Mal war die Nachfrage nach dem E-Auto am Rathaus mau. Die meiste Zeit fuhren Bürgermeister und Verwaltung damit, erklärte Müller auf eine Nachfrage von Thomas Siebert (CSU). Dennoch wollte er das Thema E-Mobilität nicht abhaken: „Wir haben an die 40 Ladepunkte in der Gemeinde“, nannte er eine Zahl, mit der seines Wissens nach kaum Gemeinden ähnlicher Größe konkurrieren können. Die meisten Ladepunkte hält eine Firma bereit. An den Ladepunkten am Rathaus wurden bislang über 850 Ladevorgänge registriert. Seit 2017, ohne das E-Wald-Auto, waren es noch 260.

2. Bürgermeister Hans Streifinger sprang Müller bei: Ein Teil der Kosten komme sicher wieder rein, außerdem steige die Akzeptanz für E-Mobilität. Doch Krenn blieb skeptisch, auch wegen der Handhabung. Müller versuchte die Zweifel auszuräumen: Wer das Fahrzeug nutzen möchte, brauche eine Karte, mit der das Auto geöffnet werden kann. Diese Karte würde bei der ersten Buchung im Rathaus ausgestellt. „Das ist nicht so kompliziert.“ Der Bürgermeister will mit seiner Gemeinde „Vorreiter und Vorbild“ sein. Dafür sprach sich auch Eva Maria Fuchs (BfR) aus. Beschlossen wurde indes noch nichts, allerdings signalisierte der Gemeinderat dem Bürgermeister seine Zustimmung zum Kauf.

Eine Bewerbung um EU-Gelder für WLAN-Hotspots haben Müller und seine Verwaltung bereits auf den Weg gebracht, die Frist war knapp, konnte aber eingehalten werden, informierte der Bürgermeister. Über 2000 Gemeinden hätten Aussicht auf 15 000 Euro Zuschuss. Jetzt muss man abwarten, ob es klappt. ska