Dreikönigstreffen der CSU

Ruderting, den 10.01.2019

Dreikönigstreffen der CSU PNP-Bericht vom 10.01.2019

Lob für Zusammenhalt bei Bürgermeisterwahl – Hubertus Kerscher ist Ehrenvorsitzender


Haselbach. Beim Dreikönigstreffen des CSU-Ortsverbands Tiefenbach im Gasthof Gaißinger in Haselbach hat Ortsvorsitzender Josef Sattler zurückgeblickt auf ein turbulentes Jahr.


Nach der Bekanntgabe von Georg Silbereisen, dass er aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Tiefenbach zurücktreten will, habe bereits der Wahlkampf begonnen, sagte Sattler. Enttäuscht zeigte sich Sattler vom Verhalten der drei Gemeinderäte der Fraktion der Bürgerlichen Wähler Tiefenbach, die bisher ein „Pro-CSU-Verhalten“ an den Tag gelegt hätten, wegen der Bürgermeisterwahl aber die Fronten gewechselt, mit SPD, FWG und B90/Grüne eine Koalition gebildet und Walter Wagner als Gegenkandidaten zu Christian Fürst präsentiert hätten.

 

Schwenk mancher Räte stößt noch sauer auf

 

Der CSU-Ortsvorsitzende bemängelte auch, dass sich die CSU in der Landespolitik in Bayern in zahlreichen Feldern „die Butter vom Brot“ nehmen lasse und keine eigenen Akzente setze. Explizit nannte er hier die Änderung der Straßenausbaubeitragssatzung (StraBS), die in die Rücknahme der Beitragspflicht für Straßenanlieger gipfelte. Auch die Befreiung der Eltern zur Zahlung der Kindergarten-Elternbeiträge sei viel zu spät gekommen und durch die CSU-Landespolitiker nicht gut verkauft worden. Ebenso seien die Einführung des Landespflegegelds und die Erhöhung des Kindergelds viel zu wenig in der Öffentlichkeit kommuniziert worden.

Bürgermeister Christian Fürst betrachtete das Jahr 2018 als wegweisend für ihn persönlich aber auch für den CSU-Ortsverband Tiefenbach. Auch er zeigte sich enttäuscht über das Verhalten der sogenannten „Freunde“ von den Bürgerlichen Wählern im Gemeinderat. Er dankte seinen Kollegen der CSU-Gemeinderatsfraktion, den Mitgliedern des Ortsverbands und besonders den CSU-Kreisräten und Abgeordneten des Landtags für die Unterstützung im Wahlkampf, denn seine Wahl zum 1. Bürgermeister sei keinesfalls „a gmahde Wiesn“ gewesen.

Fürst ging auf einige begonnene und fertiggestellte Projekte in der Gemeinde im vergangenen Jahr ein, die aber größtenteils noch in die Amtszeit von Georg Silbereisen fielen. So konnten nach mehrjähriger Bauzeit die Generalsanierung der Alfons-Lindner-Schule Tiefenbach abgeschlossen und das neue Rasenspielfeld in Kirchberg vorm Wald in Betrieb genommen werden. Mit der Ansiedlung der Biobäckerei Wagner aus Ruderting im Gewerbegebiet „Am Zugsberg“ konnte ein großer Arbeitgeber für die Gemeinde gewonnen werden.

Des weiteren wurde mit dem Bau des Regenrückhalteweihers in Weideneck begonnen und die Generalsanierung des Freibads in Haselbach weitergeführt. Mit dem Kauf des Anwesens Weiß in Thal durch die Gemeinde wurde bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Für die Jugend wurde im ehemaligen Anwesen Unholzer in Tiefenbach ein Jugendraum eingerichtet, und der „Tiefenbacher Seniorenexpress“ sei ein absolutes Erfolgsmodell und Aushängeschild für die Gemeinde.

Für 2019 hat Fürst sich auf die Agenda gesetzt: die Schaffung von Bauland in allen drei Ortsteilen, den Abschluss der Generalsanierung des Freibads, die Weiterführung des Hochwasserschutzes für Haselbach, die Sanierung der Alfons-Lindner-Mittelschule Kirchberg vorm Wald, die Planung einer Schulturnhalle, einhergehend mit der Erweiterung der Alfons-Lindner-Mittelschule Kirchberg vorm Wald, das Anlegen eines Naturfriedhofs in Tiefenbach, den Bau der Verbindungsstraße zwischen Altreuthweg und Bayerwaldstraße in Tiefenbach, den Bau eines Gehwegs in Irring sowie die Suche nach Möglichkeiten für eine Dorferneuerung mit Nahversorgung in Haselbach.

Durch die im Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern festgelegte Bezuschussung der Kindergarten-Elternbeiträge mit bis zu hundert Euro je Kind werde es möglicherweise einen „Run“ auf die Kindergärten in Tiefenbach, Haselbach und Kirchberg vorm Wald geben, wobei diese teilweise ohnehin schon am Limit angelangt seien. Fürst will auch im Bereich der Städtebauförderung weitermachen, was die Gestaltung des Ortskerns von Tiefenbach betrifft, und die gemeindlichen Sportanlagen modernisieren. Als größte Herausforderung in den nächsten Jahren sieht er den Neubau einer Kläranlage.

Dem ehemaligen Ortsvorsitzenden Hubertus Kerscher wurde eine große Ehre zuteil: Sein Nachfolger Josef Sattler ernannte ihn nach einstimmigem Beschluss des Ortsvorstands zum Ehrenvorsitzenden des CSU-Ortsverbands. In seiner Laudatio erwähnte Sattler die Stationen von Hubertus Kerscher in der Kommunalpolitik. Dieser sei bereits seit 28 Jahren Mitglied im Tiefenbacher Gemeinderat und seit 16 Jahren Sprecher der CSU-Fraktion. Im Ortsverband war er zwölf Jahre stellvertretender Vorsitzender und acht Jahre Vorsitzender.

 

 

 

 

Sattler bezeichnete Hubertus Kerscher als tragende Säule im Ortsverband, dessen Wort Gewicht hat, was er auch bei der Unterstützung von Christian Fürst im Bürgermeisterwahlkampf deutlich unter Beweis gestellt habe.

 

Marktanalyse gibt Geschäft kaum eine Chance

 

Auf die Kritik aus der Bevölkerung an Kerscher eingehend, warum dieser seinen Lebensmittelladen geschlossen habe, betonte Sattler, dieser habe alles Menschen mögliche unternommen, für Haselbach wieder einen Nahversorger zu gewinnen, was sich aber auf Grund der Marktanalyse als erfolglos herausgestellt habe.

In diesem Jahr plant der CSU-Ortsverband wieder den traditionellen Starkbieranstich im Gasthaus Knott in Jacking am Samstag, 23. März. Desweiteren findet am 2. Oktober das traditionelle Preisschafkopfturnier im Gasthaus Zacher in Kirchberg vorm Wald statt. Nachdem bei der Jahreshauptversammlung turnusgemäß der Ortsvorstand neu gewählt werden muss, appellierte Sattler an die Anwesenden, sich als Funktionsträger zur Verfügung zu stellen.

Gäste der Veranstaltung waren unter anderem auch CSU-Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger, MdL Dr. Gerhard Waschler und Altbürgermeister Alfred Schwarzmaier.hs

 

DIE GEEHRTEN
 

Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Armin Mayrhofer und Michael Leiter nahm Sattler Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor: für 10 Jahre Mitgliedschaft Matthias Pötzl, für 15 Jahre Armin Mayrhofer und Raimund Hausner, für 20 Jahre Markus Gsödl, für 25 Jahre Helmuth Maier, für 30 Jahre Siegfried Florschütz, für 35 Jahre Hans Kühberger, Alfred Wolff und Hubertus Kerscher, für 40 Jahre Alois Hofinger, für 50 Jahre Johann Regner.

 

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