Imker mit dem Jahr zufrieden

Ruderting, den 07.02.2019

Imker mit dem Jahr zufrieden PNP-Bericht vom 07.02.2019

Robert Hanke bleibt Vorsitzender, neuer Vize ist Günter Persau

 

Neuwahlen, mehr Bienenvölker, ein sehr reges Vereinsleben, gesunde Finanzen, Ehrungen und viel Lob vom Bürgermeister waren die wichtigsten Punkte bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Ruderting im „Schätzlhof“, die sehr guten Besuch aufwies.

Vorsitzender Robert Hanke teilte mit, dass die Mitgliederzahl auf 73 gestiegen sei, drei Neueintritten stehe ein Abgang gegenüber, erfreulicherweise war kein Sterbefall zu verzeichnen. Positiv wertete er, dass die aktiven Imker mit 285 Bienenvölkern 31 mehr als Vorjahr einwintern konnten.

Im Frühling 2018 konnte eine gute Ernte an Blütenhonig eingebracht werden, der Waldhonig des Sommers fiel hingegen sparsam aus. Der nach wie vor hohe Varromilbenabefall erforderte wegen der großen Hitze des Spätsommers eine besonders sorgfältige Ameisensäurebehandlung. Der warme Herbst begünstigte die Auffütterung vor dem Wintereinbruch, ebenso die abschließende Behandlung mit Oxalsäure. Am 2. Weihnachtsfeiertag, der sehr warm war, konnte man den Ausflug der Bienen beobachten.

Das Vereinsjahr war von vielen Aktivitäten geprägt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Aus- und Weiterbildung der Imker gelegt. Zur Frühjahrsputzaktion am Lehrbienenstand kamen erfreulich viele Mitglieder. Sehr gut kam das Ferienprogramm an, bei dem die Lehr- und Versuchsanstalt Kringell von zahlreichen Kindern und Eltern besucht wurde. Die Schnitzelparty im September erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Der Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder im November mit anschließender Einkehr und die vom Chor „Grenzenlos“ stimmungsvoll gestaltete Weihnachtsfeier ließen das Vereinsjahr ausklingen.

Kassenwart Manfred Marchewitz-Kölbl berichtete von einem ansehnlichen Zuwachs in der Vereinskasse, ein Teil davon entfiel auf die staatliche Förderung zu den Lehrgängen und der Ausbildung der 13 Probeimker, die an elf Unterrichtstagen ihr Rüstzeug vermittelt bekamen und den Honigverkauf des Lehrbienenstands.

Hanke überreichte Bruno Müller für 25 Jahre treue Mitgliedschaft die Ehrenurkunde und die silberne Nadel des Landesverbands. Josef Greiner, der dem Verein 40 Jahre angehört, konnte krankheitsbedingt die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen, diese wird nachgeholt.

Bürgermeister Rudolf Müller hob das vielfältige Bildungsangebot und die großen Bemühungen für die Jungimker hervor, wobei er Hans Hoisl für sein großes Engagement dankte. Es freue ihn, dass es wieder mehr Imker und Bienenvölker gebe, er hob die große Bedeutung der Bienen hervor. Kritik übte er an manchen Gartenbesitzern, wo übergroße Kiesflächen dominierten und Rasenroboter pausenlos am Werke seien. Jeder Gartenbesitzer könne durch das Anlegen von Blühflächen einen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt leisten. Müller verwies auch auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

Die Neuwahlen brachten einige Veränderungen. Vorsitzender bleibt Robert Hanke. Der bisherige 2. Vorsitzende Gerhard Czeike, der seit 2015 auch Ehrenvorsitzender ist, trat nicht mehr an, zu seinem Nachfolger wurde Günter Persau, Neukirchen vorm Wald, gewählt. Kassenwart bleibt Manfred Marchewetz-Kölbl. Der wiedergewählte Schriftführer Johann Höltl bat, ihm einen Stellvertreter zur Seite zu stellen, da er aus Altersgründen zum letzten Mal zur Verfügung stehe. Katharina Meisinger aus Renholding erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen und wurde durch die Wahl dazu berufen. Zucht- und Gesundheitswart bleibt Hans Hoisl aus Ranzing, ebenso sorgt sich Andreas Blöchl als Webmaster für den Internetauftritt des Vereins. Zu Beisitzern gewählt wurden Josef Eisner und Helmut Karl, beide aus Neukirchen v. Wald, Georg Lippl aus Ruderting und Günter Kopp aus Salzweg, der neu in diesem Gremium ist. Kassenprüfer bleiben Georg Lippl und Johann Plöchinger, als Vertreter springt Josef Eisner ein. Die Wahlergebnisse waren durchwegs einstimmig.

Der Mitgliedsbetrag bleibt infolge der guten Finanzlage unverändert, der Werbebeitrag an den Deutschen Imkerbund wird auch künftig aus der Vereinskasse entrichtet. Imker und Landwirt Franz Baumann beklagte das laufende Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Die geplanten Einschränkungen würden sich ausschließlich gegen die Landwirtschaft richten. Durch die Auflage, dass zehn Prozent der Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni gemäht werden dürfen, fehle die entsprechende Futtermenge, auch durch die Anlegung von Blühstreifen werde die Nutzfläche eingeschränkt. Die Kürzung der Zuschüsse aus dem Kulturlandschaftsprogramm treffe die Landwirte schwer. jp

 

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