Auftakt für künftige Zusammenarbeit als Ökomodellregion

Ruderting, den 23.05.2019

Auftakt für künftige Zusammenarbeit als Ökomodellregion     PNP-Bericht vom 23.05.2019

ILE Passauer Oberland drei Tage im Steirischen Vulkanland unterwegs – Netzwerk mit 250 Betrieben vertritt Philosophie „Was hier wächst, hat Wert“

 

Fürstenstein. Das Steirische Vulkanland im Südosten der Steiermark mit 40 Vulkanen war Ziel einer dreitägigen Exkursion der elf Gemeinden im Passauer Oberland, ihrer Projektmanager und Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern. Bereits vor einem Jahr hatte man sich das Ziel ausgesucht, weil die steirische Region für ihre „Politik der Inwertsetzung“ und eine erfolgreiche Kooperationskultur der Betriebe dort über die Grenzen hinaus bekannt ist.

„Als wir das Ziel ausgewählt hatten, waren wir uns noch nicht bewusst, dass wir uns als Ökomodellregion bewerben, geschweige denn, dass wir ein Jahr später tatsächlich diese Auszeichnung erlangen würden. Somit erhielt diese Fahrt eine noch größere Bedeutung für uns“, so ILE-Vorsitzender Stephan Gawlik. „Sie war unser ILE-interner Auftakt für die künftige Zusammenarbeit in der neuen Ökomodellregion“. Denn die Überschrift der Fahrt lautete „Kooperationen und Inwertsetzung“ einer Region. Dies wurde den Teilnehmern dann auch bei den umfangreichen Programmpunkten deutlich vor Augen geführt. Gemeinsam wird die Vision verfolgt, einen menschlich, ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähigen Lebensraum zu gestalten. Markenbetriebe der Region verpflichten sich, den Lebensraum mitzugestalten. Dadurch stärken sie die Regionalwirtschaft und schaffen Lebensqualität. Die Schwerpunkte bilden Kulinarik, Handwerk, Lebenskraft und ein gemeinsames Bekenntnis, an der Vision mitzuarbeiten. Etwa 250 Betriebe gehören zu diesem Netzwerk an, unter ihnen Erzeuger ökologischer Produkte, Betriebe aus Gastronomie, Hotellerie, Handwerk sowie Dienstleister. Nach dem Motto „Was hier wächst, hat Wert“ veredeln die Betriebe die Ressourcen ihrer Region. Dies gilt für den Schweinebauern ebenso wie für den Obsterzeuger. Sie empfehlen gegenseitig ihre Produkte und werben zusammen. Dies zeigte sich bereits bei der Besichtigung von „Vulcano“. Dort dreht sich alles um die Produktion hochwertigen Schinkens. Der Besuch der Brauerei von Lava-Bräu mit der Besichtigung der Mikrobrauanlage und einem Vortrag zur Philosophie der Wertschätzung im Vulkanland sowie ein Spaziergang zu einem Obstbauern, der auf rund acht Hektar etwa 20 Obstsorten anbaut und zu Säften und Destillaten verarbeitet, rundeten den ersten Tag ab. Einen beeindruckenden Vortrag zur „Politik der Inwertsetzung“ hielt der Pionier dieser Entwicklung, Bürgermeister Josef Ober aus Feldbach. Er ist auch Obmann für den Verbund aus 33 Gemeinden im Vulkanland. Vor 20 Jahren – als dieses noch Grenzregion Europas war – begann er seine Vision zu verbreiten. Heute zählt das Vulkanland zu den Vorzeigeregionen Österreich. Weitere Stationen waren bei der „Caldera-Produktion“ eines exklusiven Obstweines und in der Schokoladenmanufaktur von Josef Zotter mit „essbarem Tiergarten“.

Mit einer Menge an Denkanstößen verließen die 30 Teilnehmer das Vulkanland. Man war sich einig, viele Impulse erhalten und Gemeinsames entdeckt zu haben. Auf jeden Fall habe man Menschen kennengelernt, mit der sich die Passauer Oberland-Gemeinden verbunden fühlen. red

 

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