Gemeinde Ruderting

Vorschaubild

Helmut Raab

Passauer Str. 3
94161 Ruderting

Telefon (08509) 900513 Hr. Helmut Raab
Telefax (08509) 900530

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.ruderting.de
Homepage: www.ruderting.eu

Anfahrt

Ruderting liegt 12 km nördlich von Passau an der B 85. Bei Anfahrt mit dem Auto über die BAB A3 benützen Sie bitte die Ausfahrt Aicha vorm Wald oder Passau-Nord. Vom Hauptbahnhof Passau und vom Ort bestehen Busverbindungen. Der ruhige Urlaubsort für die Familie in einer Höhe von 320 bis 470 m, zeichnet sich durch Waldreichtum und mildes Klima aus.


Aktuelle Meldungen

Landvolk unterstützt Aufforstung im Senegal

(12.12.2018)

Landvolk unterstützt Aufforstung im Senegal PNP-Bericht vom 12.12.2018

Caritas-Direktor Alex Tendeng aus dem Senegal besuchte Kreisrunde - Benefiz-Konzert mit Bundespolizeiorchester am 29. Juni in Tittling

 

Nicht alltäglichen Besuch erhielt die Verantwortlichen-Kreisrunde der Katholischen Landvolk-Bewegung KLB im Landkreis Passau bei ihrem letzten Treffen in Sittenberg im Gasthaus Billinger. Alex Tendeng, Caritasdirektor der Partnerdiözese St. Louis im Senegal, schaute mit Sepp Gruber, dem Senegal-AK-Leiter der KLB auf Diözesanebene, vorbei, um über den Projektverlauf des Moringa-Projekts zu berichten.

Wie berichtet, startete die KLB im Frühjahr dieses Jahres das „Moringa-Projekt“ für drei Dorfgemeinschaften in der Region Podor am Senegal-Fluss im Norden in der Diözese St. Louis. Nach einer längeren Vorbereitungsphase mit dem senegalesischen Partner und mit Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit will es die KLB Passau ermöglichen, in der genannten Region 10 000 Bäume zu pflanzen und somit dem Vordringen der Wüste im Sahel Einhalt zu gebieten. Dabei wird keineswegs eine Monokultur aufgeforstet, sondern auf eine Mischung diverser einheimischer Baumarten geachtet. Weil der Moringabaum jedoch schnell wächst, noch dazu sehr vielseitig ist und hochwertiges pflanzliches Eiweiß produziert, ist er in der Überzahl und daher namensgebend. Im Rahmen des Projekts werden gleichzeitig auch Frauen und Männer ausgebildet in Gartenbau, Gemüseanbau, Gemüsekonservierung und Baum- und Bodenpflege. Hauptziel ist es, die Ernährungssicherheit und -souveränität zu fördern und zu sichern.

Alex Tendeng, der örtliche Leiter des Projekts, informierte die Kreisrunde über die Probleme und das Bevölkerungswachstum im Senegal. So erwartet man in ca. 30 Jahren, dass 53 Prozent der Bevölkerung jünger sind als 25 Jahre. Die Jugend braucht Ausbildung, Arbeitsplätze und eine Zukunftsperspektive. 55 Prozent der Menschen im Senegal leben von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die gerade auch in den wenigen fruchtbaren Gebieten in Konkurrenz zu meist französischen Agro-Konzernen stehe, die für den europäischen Markt produzieren.

Auch die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Region Podor deutlich zu spüren. So haben sich die Niederschläge in den letzten Jahren halbiert und die Wüste dringt immer weiter vor. Mit dem Aufforstungsprogramm will man diesem Vordringen Einhalt gebieten. Lobend erwähnte Alex Tendeng die über 50 „Passauer Brunnen“, die durch Unterstützung der KLB aus der Diözese Passau in der 60 Jahre langen Partnerschaft gebaut werden konnten und die fast alle noch funktionieren und Wasser für die Dörfer liefern würden. Er räumte aber auch ein, dass es sehr schwer sei, die Mentalität der Bevölkerung so zu verändern, dass sie hundertprozentig hinter der Aufforstungsidee stehe. So müssten z. B. die Anpflanzungen eingezäunt werden zum Schutz vor den freilaufenden Ziegen und Wildschweinen, aber auch vor den durchziehenden Nomaden mit ihren Viehherden, die vielfach aus Mali kommen und deren Besitzer oft in London oder Paris sitzen. Hier kommt es oft auch zu Spannungen und Konflikten.

Sepp Gruber konnte mit Hilfe von Bildern das Anlaufen des Projekts auch anschaulich dokumentieren. Es sind zwar vor allem die Frauen, die die Motoren der Entwicklung sind. Und doch lassen sich auch immer mehr Männer zu Multiplikatoren ausbilden. Mit diesem Projekt versprechen sich die Initiatoren im Senegal und ihre Unterstützer in der KLB und im Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst der KLB (ILD), auch eine Perspektive für junge Menschen aufzubauen und Abwanderung und Fluchtursachen abzubauen. Das Bundesministerium sieht das ähnlich und beteiligt sich darum mit einer Förderung von fast 75 Prozent.

Um die restlichen 25 Prozent Eigenanteil zu finanzieren, sind bei der KLB bereits einige Unterstützungsaktionen angelaufen. So gab es im Frühsommer ein Benefizkonzert in Pocking und im Spätsommer das Hoffest auf dem Höfler-Hof in Glotzing-Untergriesbach, die Jahrdorfer Gruppe spendete zum Erntedankfest, Einzelmitglieder gaben Geld anlässlich ihrer Geburtstage oder anderer Anlässe für den Senegal.

Johannes Schmidt informierte, dass zusammen mit dem Diözesanverband die Kreisgruppe der KLB am 29. Juni 2019 in Tittling ein Benefiz-Konzert mit dem Münchner Bundespolizeiorchester in Tittling veranstaltet. Und demnächst wird eine fairgehandelte Aktionsschokolade zum Kauf angeboten, der Erlös daraus ist auch für den Senegal bestimmt.
Kreisvorsitzender Johannes Schmidt sicherte die weitere Unterstützung des Kreisverbands zu. Das neue Jahresprogramm der KLB im Landkreis umfasst als nächstes den Besinnungstag zur Fastenzeit am 10. März im Kloster Thyrnau. Abweichend vom bisherigen Modus findet die nächste Kreis-Maiandacht am 2. Mai um 19.30 Uhr in der Schöpfungskapelle in Schlinding, Pfarrei Eging, statt. Ebenso ist noch eine Veranstaltung zur Europawahl noch vor dem Wahltermin am 24. Mai geplant. Damit will sich die Kreisgruppe an der Bundeskampagne der KLB „Ich bin Europa – und du auch“ beteiligen.
js

Foto zur Meldung: Landvolk unterstützt Aufforstung im Senegal
Foto: Landvolk unterstützt Aufforstung im Senegal

Im Einsatz für die Menschlichkeit

(11.12.2018)

Im Einsatz für die Menschlichkeit PNP-Bericht vom 11.12.2018

Feier für Ehrenamtliche in Ruderting – Bürgermeister lobt das Engagement

 

Franz Stangl. „Ehrenamt ist nicht Arbeit, die nicht bezahlt wird, Ehrenamt ist vielmehr Arbeit, die unbezahlbar ist“, das stellte Bürgermeister Rudolf Müller bei einer Feier in der Aula der Grundschule Ruderting vor einer großen Anzahl von ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern mit großer Hochachtung fest.
Die Gemeinde hatte zu dieser Feier eingeladen, und namentlich begrüßte der Bürgermeister die Vertreter der Sportvereine, des Gartenbauvereins, des Bayerischen Waldvereins, der verschiedenen Fördervereine, der Bücherei, des Altenclubs, des Frauenbunds, der Nachbarschaftshilfe, der Kolpingfamilie, der Imkervereine, der Jagdgenossenschaft, des Soldaten- und Kriegervereins, des Bauernverbands, der vielen in der Pfarrei Tätigen, des Gemeinderats sowie der an den Gerichten tätigen Schöffen, und einen Feldgeschworenen.

Namentlich hob der Bürgermeister noch mit Johanna Maier die spielende Abteilungsleiterin der Rudertinger Damen hervor, die erst kürzlich in Regensburg vom Bayerischen Fußballverband mit dem Preis „Fußballhelden 2018 – Aktion Junges Ehrenamt“ ausgezeichnet worden war.

Nur eine Gruppe konnte der Bürgermeister zu seinem Bedauern nicht begrüßen, das waren Vertreter der Feuerwehr, aber die, so erklärte er den Zuhörern, seien gerade bei einem Einsatz gefordert. „Das ist das beste Beispiel für ein gelebtes Ehrenamt“, lobte er. „Arbeit kommt halt vor der Ehrung.“ Als ein gutes Zeichen der Verbundenheit, des guten Miteinanders innerhalb der Gemeinde und auch als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung bezeichnete es Müller, dass wieder so viele ehrenamtlich Engagierte dieser Einladung gefolgt waren. „Die Qualität und die Quantität der ehrenamtlich geleisteten Arbeit werden erst dann wahrgenommen, wenn der Erbringer ausfällt“, stellte er weiter fest. Aber so sei eben das Ehrenamt: „Die vielen anfallenden Arbeiten und Aktivitäten werden immer und immer wieder verlässlich in unzähligen Arbeitsstunden erledigt. Tag für Tag, Woche für Woche“, so Müller.

So habe der offizielle Gedenktag für die ehrenamtliche Arbeit auch seine Berechtigung, um an diesem Tag nicht nur „Danke“ zu sagen, sondern auch um hervorzuheben, welcher Wert im ehrenamtlichen Engagement für die gesamte Gemeinde liegt. „Diese Wertschätzung wünsche ich den ehrenamtlich Tätigen aber nicht nur an diesem ,Tag des Ehrenamts‘, sondern auch von den Menschen, mit denen sie im Rahmen des Ehrenamtes zu tun haben durch ein Lächeln, einen Händedruck oder durch ein Dankeschön“, so der Bürgermeister.

„Ohne euch läuft nichts“, damit bezeichnete der Bürgermeister die ehrenamtlich Tätigen als wichtige Säule in der Gesellschaft. „Ihr seid der Kitt und ein wertvoller Schatz im gesellschaftlichen Miteinander.“ Gleichzeitig verhehlte er nicht, dass das ehrenamtliche Engagement der Bürger zum Fortschritt und zum Zusammenhalt in der gemeindlichen Gesellschaft solidaritätsstiftend unbedingt notwendig sei. Jede Demokratie sei darauf angewiesen, dass Bürger Aufgaben für die Gemeinschaft übernehmen. Und er war sich auch sicher darin, dass Helfen auch Spaß und glücklich mache, das hätten Glücksforschung und Psychologie schon lange erkannt und auch wissenschaftlich nachgewiesen.

„Das Ehrenamt stärkt das Selbstwertgefühl, weil wir das Gefühl bekommen, mit unseren Fähigkeiten gebraucht zu werden“, begründete Müller diese Erkenntnisse. „Euch allen gebührt unser Dank für eure Ausdauer, für eure Kreativität, für eure Umsicht und Verlässlichkeit, für euer Herzblut und euer Einfühlungsvermögen, für eure Talente und Fähigkeiten, die ihr in eure freiwilligen Aufgaben einbringt. Euer ehrenamtlicher Einsatz gibt unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht.“

Anschließend konnten sich die Gäste bei anregenden Gesprächen an der Theke mit Getränken und belegten Semmeln stärken, die von den Bediensteten der Gemeinde aufgebaut worden war. Für die musikalische Umrahmung der Feier hatte zuvor Celina Straub mit ihrer Harfe gesorgt.

Foto zur Meldung: Im Einsatz für die Menschlichkeit
Foto: Im Einsatz für die Menschlichkeit

Bürgermeister sind sauer auf die Passauer

(10.12.2018)

Bürgermeister sind sauer auf die Passauer PNP-Bericht vom 08.12.2018

Selbstauferlegte Disziplin wird vermisst – Forderung: Verkehrsprobleme sollen im Dialogforum besprochen werden

 

Josef Heisl Hutthurm. Sie sind Teilnehmer am Dialogforum, die Bürgermeister aus den sechs Gemeinden des nördlichen Landkreises und sie ärgern sich. Da habe man sich in dem Gremium, das die Verkehrsprobleme rund um die Stadt Passau und eine mögliche Nordumfahrung erörtern und lösen solle, darauf verständigt, von einzelnen Aktionen abzusehen und alles gemeinsam zu diskutieren und zu beraten. Doch immer wieder kommen Aktionen aus der Stadt, die natürlich auch das Umland nicht kalt lassen können, kritisieren sie. Da gehe es um Tunnellösungen und neuerdings um ein Lkw-Durchfahrtverbot, das die Stadt beantragt habe.

Das hat Hutthurms Bürgermeister Hermann Baumann jetzt veranlasst, seine Kollegen Norbert Marold aus Büchlberg, Christian Fürst aus Tiefenbach, Rudolf Müller aus Ruderting, Georg Steinhofer aus Neukirchen vorm Wald und Georg Hatzesberger aus Aicha vorm Wald zu einem Verkehrsgespräch einzuladen. Immer wieder würden in den Medien von den Passauern der Autobahnzubringer und die B 85 als Nordumfahrung von Passau bezeichnet, ohne dass diese Leute auf die vorhandene Verkehrsbelastung näher eingehen, stellen die Bürgermeister fest. „Maximilian Moosbauer kennt offensichtlich nicht einmal den Ausbauzustand des Autobahnzubringers“, kritisiert Baumann. Dieser 19 Kilometer lange Verkehrsweg sei nur auf drei Kilometern dreispurig ausgebaut.

„Wozu haben wir denn das Dialogforum, wenn jetzt Oberbürgermeister Jürgen Dupper mit einem Lkw-Fahrverbot am Anger vorprescht?“, schimpfen die Bürgermeister. Dupper sei ausgerechnet der, der sich immer einem Beitritt zum Zweckverband Autobahnzubringer verweigert habe. Baumann gab aber zu, derzeit auch keinen Königsweg zu sehen. Bei einer stetig steigenden Verkehrsbelastung auf dem Zubringer, die schon bei über 10 000 Fahrzeugen am Tag liege, davon über zwölf Prozent Lkw, könne man dieser Spange nicht mehr zumuten. Für eine normale Staatsstraße liege der Belastungswert bei rund 4000 Fahrzeugen und maximal neun Prozent Lkw-Anteil.

 

„Lkw schon heute auf Schleichwegen unterwegs“

 

Er habe eine Staatsstraße mit einer Verkehrsbelastung von rund 4000 Fahrzeugen, die mitten durch den Ort gehe, warf Rudertings Bürgermeister Rudolf Müller ein. „Wo werden dann die Lkw fahren, die aus Passau verbannt werden und heute bei Engpässen schon Schleichwege durch die Siedlungen nutzen?“, fragt er sich und verweist auf den stetig zunehmenden Verkehr durch Ruderting und auf der B 85, denn das seien heute schon Ausweichrouten. Müller kritisiert ebenfalls das Verhalten der Passauer. Da habe man beschlossen, im Dialogforum das Problem einer notwendigen Nordumfahrung zu erörtern. Man habe auch vereinbart, miteinander zu reden und nicht nebeneinander oder übereinander.

Aichas Bürgermeister Georg Hatzesberger spricht die Unfallhäufigkeit auf dem Zubringer an, vor allem in seinem Gemeindebereich. Da fehle eine Linksabbiegespur. Die örtliche Feuerwehr müsse immer wieder zu Unfällen ausrücken. Passau lege einfach seine Probleme auf das Umland um, findet er und fordert: „Da muss sich die Stadt schon selbst einbringen.“ Es sei irritiert über den Antrag auf ein Lkw-Verbot.

Bürgermeister Norbert Marold aus Büchlberg machte deutlich, dass die betroffenen Gemeinden im nördlichen Landkreis durchaus für eine Nordumfahrung seien. Und auch der Autobahnzubringer sei noch keinesfalls fertig, ende er doch vorläufig schon in Hutthurm, argumentiert er. Marold weiß, wovon er spricht, läuft doch der ganze Verkehr aus dem nordöstlichen Landkreis Richtung Zubringer durch das enge Nadelöhr Büchlberg.

 

„Keine Alleingänge der Passauer“

 

Tiefenbachs neues Gemeindeoberhaupt Christian Fürst verweist auch auf das Dialogforum, das eine Lösung erarbeiten solle. Die Tiefenbacher könnten oft kaum in die B 85 einfahren, so dicht sei der Verkehr inzwischen geworden. Wenn die Ampel in Patriching auch noch komme, dann würden die Autos bis nach Tiefenbach stehen, befürchtet er. „Uns sitzen die Bürger im Nacken, sie wollen Lösungen“, sagen die Bürgermeister unisono. Die Stadt Passau löse keines ihrer Verkehrsprobleme, ärgert sich Fürst. In Patriching würden weiter Gewerbeflächen ausgewiesen ohne Verkehrslösungen anzubieten, kritisiert er.
Neukirchens Bürgermeister Georg Steinhofer vermisst außerdem die Park & Ride Parkplätze, von denen in Passau immer gesprochen werde. Rudolf Müller mahnt die Rolle der Stadt Passau als Oberzentrum an: Daraus habe sie Verpflichtungen gegenüber der Region und den Einpendlern. Doch die Stadt verweigere sich, stellen die Bürgermeister fest und verweisen auf die vielen Verkehrsprobleme, ob in der Innstadt, von Norden her in der Ilzstadt, am Anger oder an der Strauß-Brücke. „Außer ein wenig Flickwerk wird nichts gelöst“, heißt es. Auch dass ein ganzer Stadtteil nur an einer Brücke hänge und im Extremfall nur über Österreich erreichbar sei, störe in Passau wohl niemanden, wundern sich die sechs Bürgermeister. Zum Abschluss waren sie sich einig, es müsse etwas passieren, aber nur über das Dialogforum.

Foto zur Meldung: Bürgermeister sind sauer auf die Passauer
Foto: Bürgermeister sind sauer auf die Passauer

Europapolitischer Salto rückwärts

(10.12.2018)

Europapolitischer Salto rückwärts PNP-Bericht vom 08.12.2018

Kein Europaministerium ist eine Abwertung Europas – Schüleraustausch soll forciert werden

 

Josef Heisl. Kritische Töne gab es im Bezirksvorstand der Europa Union zur Kabinettsbildung in München. Es gebe kein eigenes Europaministerium mehr, bedauerte der Vorsitzende MdL a.D. Konrad Kobler und auch keinen speziellen Ansprechpartner für die Europapolitik. Gerade weil Markus Söder einmal Europaminister war, sei dies ein unverständlicher europapolitischer Salto rückwärts. Außer wohlklingenden Worthülsen gebe es nichts. Da seien die Ministerpräsidenten Alfons Goppel und Franz Josef Strauß weiter gewesen.

Alle hoffen auf eine friedvolle Adventszeit, aber weltweit bröckle der Frieden, betonte Konrad Kobler zu Beginn der Sitzung im Schätzlhof. Auch in Europa gebe es mit dem Brexit Erosionserscheinungen. Deshalb gelte es zur Europawahl im kommenden Jahr für die Europa Union Lokomotive zu sein und den Wählern die Augen zu öffnen, dass bei einer weiteren Aufsplitterung kaum mehr bürgerliche Mehrheiten im EU-Parlament zu erreichen seien.

In seinem Arbeitsbericht ging der Vorsitzende auch auf die Probleme in der Ukraine, den Brexit und den UN-Migrationspakt ein, der am Bürger vorbei behandelt worden sei. Der Slogan, „wir wollen die Menschen mitnehmen“ solle ernst genommen werden, betonte der ehemalige Abgeordnete. Denn wie bei anderen Beispielen werde aus unverbindlich auf einmal schleichend verbindlich. Regional sei der Bürgerstammtisch der Europa Union in Bad Füssing ein Erfolgsmodell, Preisträger im europäischen Wettbewerb seien geehrt worden, Jugendprogramme stünden zur Verfügung und 25 Jahre Euregio seien gefeiert worden.

Rudertings Bürgermeister Rudolph Müller reflektierte den Genussort Ruderting mit seinen Lokalen und Produkten, dazu tragen wesentlich die Biobäckerei Wagner, der Gasthof Müller und der Schätzlhof bei. Als Mitglied der ILE Passauer Oberland könne man sich einiges von anderen abschauen, meinte Müller. Die Gemeinde sei trotz einer Sprachbarriere partnerschaftlich verbunden mit dem tschechischen Stachy und auch die Ortsvereine pflegen diese Verbindung, was Kobler zu der Äußerung veranlasste, solche Verbindungen seien Perlen für den Zusammenhalt und das Zusammenwachsen Europas.

Mancherlei sei nur gemeinsam lösbar, so auch in Europa, betonte Vize-Landrat Raimund Kneidinger. Viele der europäischen Errungenschaften würden heute als selbstverständlich hingenommen. Leider gebe es aber nationalistische Bewegungen, die spalten und ein anderes Europa wollen. Da lobe er sich die Europa Union, die durch ihre Leistungen eine Menge für das Europa-Verständnis erreicht habe. Aus der Sitzung des Landesvorstandes und des Bundesausschusses berichtete der stellvertretende Landesvorsitzende Anton Freiherr von Cetto. Themen wie die Wiedereinführung der Wehrpflicht und eine Europaarmee, die gemeinsame Agrarpolitik und die Überparteilichkeit der Europa Union seien erörtert worden. Die Europa Union sei jetzt schon über 70 Jahre alt, in Passau habe sich der Bezirksverband vor 40 Jahren gegründet. Sie sei überparteilich und überkonfessionell.

Konrad Kobler meinte zur Jugendarbeit, er wünsche sich eine größere Beteiligung am 66. Europäischen Wettbewerb „YOUrope“, der gerade anlaufe und dessen Schirmherr der Bundespräsident sei. Es könnten sich Schüler und Lehrkräfte beteiligen. Informationen gebe es über www.ew2019.de. Für die Europa Union sei auch eine intensive Zusammenarbeit mit den jungen Europäern (JEF) wichtig, denn die Jugend gehöre fit gemacht für Europa. Kobler kritisierte dazu die aktuelle Landespolitik, von der man Null zur Europa-Bildung und zum Schüleraustausch höre. Gerade Bayern habe aber eine wichtige Brückenfunktion. Er habe auch angeregt, dass sich im Landratsamt jemand speziell mit der Unmenge an förderfähigen Projekten der Europäischen Union befassen sollte um dann beratend zu wirken. Nur so könnten die Möglichkeiten für die Jugend auch ausgeschöpft werden.

Zum Europaempfang auf Schloss Fürstenstein am 5. Mai 2019 hab er schon einige Hochkaräter als Referenten im Visier, weil der Gipfel ja in das Jahr der Europawahl falle, die in Deutschland am 26. Mai 2019 stattfinde. Schließlich stellte Kobler noch einen Text für eine Europahymne vor, der von dem im Vilshofener Ortsteil Seestetten 2003 verstorbenen Autor, Schriftsteller und Dichter Anton Schreiegg stammt. Er schlug vor, diesen Text einmal in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule öffentlich zu präsentieren.

Foto zur Meldung: Europapolitischer Salto rückwärts
Foto: Europapolitischer Salto rückwärts

Viel Grün im Wohn- und Gewerbegebiet

(10.12.2018)

Viel Grün im Wohn- und Gewerbegebiet PNP-Bericht vom 08.12.2018

Bauausschuss befasst sich mit textlichen Festsetzungen im geplanten Bebauungsplan „Reisach“ und der Ausgleichsplanung

 

Theresia Wildfeuer. Über den Stand des geplanten Bebauungsplans für das neue Baugebiet „Reisach“ mit mehr als 30 Bauparzellen und vier Gewerbearealen sowie die Änderungswünsche bei den textlichen Festsetzungen hat Planer Werner Buttinger auf der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Ruderting informiert, der unter der Leitung von Bürgermeister Rudolf Müller (CSU) im Sitzungssaal tagte. Landschaftsarchitektin Dorothee Hartmann erläuterte die Grünplanung.
Auf der letzten Bauausschusssitzung am 20. November habe man die textlichen Festsetzungen zur Aufstellung des Bebauungsplans „Reisach“ vorberaten, informierten Bürgermeister Rudolf Müller und Geschäftsleiter Philipp Schwarz. Das Ingenieurbüro habe die Änderungswünsche eingearbeitet.

 

Einzel- und Reihenhäuser sind geplant

 

In dem geplanten Wohngebiet, das zwischen Reisach und der Gastorfer Straße im Süden und Westen sowie einem Waldstück im Norden und einer Wiese im Osten liegt, ist Einzel- und Reihenhausbebauung auf mehr als 30 Parzellen vorgesehen. Das neue Gewerbeareal mit vier Parzellen erstreckt sich vom Anwesen Auberger Richtung Wald und befindet sich beiderseits des Wegs. Planer Werner Buttinger vom Ingenieurbüro Würmseher aus Ruhstorf am Inn berichtete über die Änderungen. Betriebsleiterwohnungen im Gewerbegebiet seien unzulässig. Es sei aber möglich, sie wie im bestehenden Gewerbegebiet „Ebental“ ausnahmsweise zuzulassen, wenn sie dem Gewerbe untergeordnet sind und zum Betrieb gehören. Wer eine Betriebsleiterwohnung plant, müsse einen Bauantrag stellen und der Gemeinderat entscheide dann darüber, ergänzte Bürgermeister Müller. Die Ausnahmeregelung sei im alten Baugebiet sehr ausgenutzt worden, wandte Ludwig Kolbeck (BfR) ein. Dort seien neben Betrieben „richtige Wohnhäuser“ entstanden. Auf seine Frage hin sagte Buttinger, es sei möglich eine Halle mit einem Wohnkomplex für Aufsichts- oder Bereitschaftspersonal zu erlauben. Der Ausschuss kam überein, die Ausnahme wie im Gewerbegebiet „Ebental“ zu ermöglichen.
Der Ausschuss war sich einig, die Zahl der maximalen Wohneinheiten auf der am Wald gelegenen Parzelle 20 im geplanten Wohngebiet nicht festzulegen, um sich die Option für sozialen Wohnungsbau offen zu halten. Bürgermeister Müller und Klaus Ziegler (FWG) plädierten dafür, sich bei den Wohneinheiten noch nicht zu binden. Weitere Änderungen betrafen die Wandhöhen in den Gewerbearealen, die je nach dem Urgelände auf sechs oder 6,50 Meter bergseits sowie acht Meter oder neun Meter talseits festgelegt wurden, um künftigen Bauwerbern zu ermöglichen, ihr Betriebsgelände soeben wie möglich zu gestalten und massive Aufschüttung zu vermeiden.
Der Ausschuss diskutierte über zwei Varianten der 80 Meter langen Querstraße, die durch das Wohngebiet führt, um alle Häuser im Notfall erreichen zu können. Christian Schätzl (CSU) favorisierte eine vier Meter breite Fahrbahn, um das Ausfahren und Parken zu erleichtern. Alois Bredl (FWG) hielt eine Breite von 3,50 Metern für Müllfahrzeuge für ausreichend, riet aber ebenfalls zu vier Metern. Man einigte sich auf eine vier Meter breite Querstraße ohne Wendehammer. Die 4,50 Meter breite Außenstraße mit dem 1,50 Meter breiten Gehweg und zwei Meter breiten Grünstreifen, die um das Wohngebiet führt, sei dagegen eine „Luxusstraße“, fand Müller.

Je Wohnung setzte der Ausschuss zwei Stellplätze fest. Er strich den gedachten Wendehammer, um den Flächenverbrauch zu verringern. Lkw hätten auf dem Firmengelände zu wenden und das Wohngebiet zu meiden.

 

Keine Mauern im Baugebiet erlaubt

 

Nicht erlaubt sind im Baugebiet Mauern. Gertrud Brunnbauer (BfR) plädierte aus ästhetischen Gesichtspunkten für wenig Mauern. Landschaftsplanerin Dorothee Hartmann lehnte diese ab, um Tieren Durchlässigkeit zu ermöglichen. Ludwig Kolbeck wandte ein, Stützmauern könnten notwendig sein. Die Mehrheit war sich darin einig, weder Mauern noch Zaunsockel zuzulassen. Aufschüttungen und Abgrabungen sind bis 1,50 Meter zulässig, sollten aber zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt sein, erläuterte Philipp Schwarz weiter. Betriebe im Gewerbegebiet müssten die Lärmgrenzen von 65 dB (A) am Tag und 50 dB (A) nachts einhalten. Der Ausschuss verwarf Werbeanlagen auf Dächern, mit wechselndem Licht, Werbeautomaten und -pylone, Booster- und Laserwerbung.
Landschaftsarchitektin Dorothee Hartmann vom Büro für Landschaft und Plan in Neuburg am Inn informierte über Begrünung und Ausgleichsflächen, um Eingriffe abzumildern. Anliegen sei, das Wohngebiet „gut zu durchgrünen“. Dafür stünden öffentliche Flächen zur Verfügung. Festsetzungen gebe es auch für Privatgrundstücke, auf denen ein Hausbaum zu pflanzen ist. Es gebe einen größeren Platz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten als Treffpunkt. Die Außengrenzen der neuen Siedlung sollten zu den landwirtschaftlichen Flächen hin Hecken und Sträucher säumen.
Auch im Gewerbegebiet seien entlang der Erschließungsstraße Grünbereiche vorgesehen. Um Gewerbe und Wohnen noch mehr abzugrenzen, werde im Steilhang ein Gehölz gepflanzt. Der bestehende Fichtenwald werde in einen Laubwald umgewandelt. Weitere Wiesenstreifen, Feldgehölze und Obstbäume seien geplant, da das Gewerbegebiet den alten Obstgarten beansprucht. Das Erlengehölz sei ein kartiertes Biotop und bleibe erhalten, versicherte Müller. Um Sturzfluten zu vermeiden, seien an den Grundstücksgrenzen Hecken geplant. In den alten Obstbäumen siedelten Spechte und Fledermäuse, erzählte Hartmann. Die Stämme seien geschützt, eine Fledermausumsiedlung notwendig. Für Erholungssuchende sollten viele Spazierwege entstehen.

Zu Beginn der Sitzung hatte der Ausschuss die neue Einfädelspur an der B 85 in Lohwald und die neuen Filterwasserspeicher in der Kläranlage besichtigt.

Foto zur Meldung: Viel Grün im Wohn- und Gewerbegebiet
Foto: Viel Grün im Wohn- und Gewerbegebiet

Wieder kostenfreie Homepage-Erstellung für Rudertinger Institutionen

(04.09.2015)

Werden Sie Projektpartner!

 

Das in Kooperation mit dem Förderverein für regionale Entwicklung e.V. aus Potsdam ins Leben gerufene Förderprogramm „Ruderting vernetzt“ stellt wieder allen öffentlichen und sozialen Einrichtungen, Vereinen, Feuerwehren und Unternehmern der Gemeinde in den kommenden Monaten exklusiv Förderplätze zur Webseitenentwicklung zur Verfügung.

 

Das Förderprogramm ermöglichte bereits einigen Rudertingern die Neuerstellung einer Internetseite oder die Überarbeitung einer bereits bestehenden Homepage. So wurde unkompliziert und ressourcensparend den Rudertinger Institutionen die Möglichkeit geboten, sich über das Kooperationsprojekt einen modernen Internetauftritt erstellen zu lassen. Mit einem einfach zu bedienenden Verwaltungsprogramm bleibt die Webseite danach immer auf dem aktuellsten Stand.

 

Dank der Projektförderung ist und bleibt die Erstellung der neuen Internetseite für alle Teilnehmer aus der Gemeinde Ruderting kostenfrei. Lediglich die Hostinggebühren für den Speicherplatz müssen übernommen werden.

 

Mehr Informationen über das neu aufgelegte Webseiten-Förderprogramm gibt es hier oder direkt über die Internetseite des Fördervereins für regionale Entwicklung e.V. Haben Sie Interesse oder kennen Sie mögliche Interessenten? Schicken Sie uns einfach eine kurze Projektbeschreibung und Ihre Kontaktdaten per E-Mail. Oder kontaktieren Sie unsere Projektkoordinatoren und lassen sich beraten. Für Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0331-550 474 -71 oder -72 per E-Mail, gern auch unter info@azubi-projekte.de gern zur Verfügung.

[Interessenbekundung]

[Azubi-Projekte]

[Förderverein für regionale Entwicklung e.V.]

Foto zur Meldung: Wieder kostenfreie Homepage-Erstellung für Rudertinger Institutionen
Foto: Logo


Veranstaltungen

11.01.​2019
Fackel- und Laternenwanderung
18.00 Uhr Treffpunkt, Kirchplatz in Ruderting Infos bei Klaus Göbel Tel. 08509 / 9387922 oder 0170 / 7753931 [mehr]
 
13.01.​2019
Fluss-Segnung der Ilz am Badeplatz in Fischhaus
Beginn 16.00 Uhr, Anschließend Einkehr im Gasthaus "Ilzstuben" [mehr]
 
29.06.​2019
20:00 Uhr
Konzert des Gospelchors Lichtstrom
Konzert des Gospelchors Lichtstrom am Landschaftsweiher um 20.00 Uhr [mehr]
 
06.07.​2019